2. Vollmond und Imbolc

31.1.2018
Mondfinsternis die leider bei uns nicht zu sehen ist, aber trotzdem erwähnenswert ist und 2. Vollmond im Monat.

31. Januar Vollmond   im Löwe    Feuer Frucht

Der Vollmond im Löwen bringt starke Energien mit sich, die uns auch mal ordentlich brüllen lassen. Lass dich sich nicht reizen!

Merkur wechselt vom Steinbock in den Wassermann.
Der Verstandesplanet Merkur tritt heute in das Zeichen Wassermann, das von Uranus beherrscht wird, der für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit steht, aber auch für Originalität und ungewöhnliche bzw. verrückte Ideen. Das passt jetzt ja ganz gut, denn wir sind ja schon in der Fastnachtszeit. Unser Denken und Handeln wird also bis zum 18. März 2018 von den Wassermannqualitäten beeinflusst werden.

Gute Zeit um zu Fasten, für eine Dauerwelle, Haare schneiden,
Brennholz schlagen, düngen, Fruchtpflanzen sähen, umtopfen,
Brot backen, Einfrieren,
etwas beenden, kündigen

nicht gut für: Fenster putzen, Hausputz, Wäsche waschen, Rückschnitt von Pflanzen,
Haarentfernung, Hornhaut entfernen, Impfen, Zahnarzt

 

Dieser Vollmond fällt auf Imbolc, Lichtmess.

Imbolc feiern wir am 2. Vollmond des neuen Jahres, manche die nicht vom Mondkalender ausgehen aber auch in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar.

Unsere dreifaltige Göttin zeigt sich uns in Form der Jungfrau, der heiligen Brigid. Sie hüllt alles in ihr schützendes Licht.

Wir gehen mit unserem Räucherwek für den Februar durch unser Haus und bitten die heilige Brigid um Schutz und ihren Segen. Mit ihrer Energie und ihrem schützenden gelben Mantel, hüllt sie alles ein.
Wir verbinden uns mit der Kraft des Bären, der nun zum ersten Mal seine Nase aus der Höle streckt, um zu schauen, ob der Frühling nah ist. Der Bär, der erwachte noch junge unzähmbare und bärenstarke Sonnengott.
Lebendigkeit tritt in unser Leben. Nach der Zeit der Stille und des Julfriedens kommen wir nun so langsam in den Frühling. Die Vögel hören wir bereits seit eingen Tagen trällern, die Natur erwacht zaghaft. Viele Singvögel begrüßen lautstark die Sonnenstrahlen und das erste junge grün. Die ersten zarten Blumen treiben aus und strecken ihr zartes grün der Sonne entgegen.
Kraft, die sich da ausbreitet aus der Zwiebel tief in der Erde dem Licht entgegen zu wachsen. Das Schneeglöckchen verkörpert das zarte weiße jungfräuliche Kleid und den gelben Kelch, der Jungfrau Brigid zart, aber ebenso kraftvoll und voller Lebendigkeit.
 
In unserem heutigen Vollmondritual, laden wir also die heilige Brigid dazu ein, bei uns zu sein. Wir lassen los, was uns nicht mehr nützt, räuchern und bitten um Schutz für das Jahr, unsere Familie, die Tiere , Freunde und Verwandte.

Märchen

Das Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot darf gelesen werden, oder die zauberhaften neuen Märchenverfilmungen angeschaut werden, um sich mit der Kraft der Märchen auseinander zu setzen und deren Symbolkraft. Der Geschichte des Sonnengottes, und der Jungfrau, sowie der Mutter der beiden Mädchen, der Frau Holle, ja und der Liebe und Lebendigkeitund der Bezug zu der Blütenpracht, dem erblühen der Frau, der Natur, der Fruchtbarkeit .
Ebenso interessant ist das Märchen vom klingenden singenden Bäumchen, in dem auch der Bär vorkommt, sowie Brigid, die an ihre Pflichten erinnert wird, am Bäumchen zu rütteln, damit es erwacht, aber auch der weiße weise Hirsch auf dem sie über die Landen reitet sowie die Tiere, die ihr schutzbefohlen sind.

Storl schreibt:

„Noch immer gibt es alte Bauern, die am Lichtmeßtag ihre Obstbäume wachrütteln und den Bienen im Stock die frohe Botschaft verkünden. Vielerorts soll das Dreschen und Spinnen an diesem Tag beendet sein, denn nun kommt der Erbsen- oder Kornbär, der, wie wir gesehen haben, die neue Fruchtbarkeit bringt.Auch gilt der Tag noch immer als Lostag. Es wird orakelt, wer heiratet, wer sterben muß und wie die Ernte ausfallen wird. Um zu erfahren, wie lange der Winter noch anhalten wird, wendet man sich an jene Tiere, die in Erdhöhlen ihren Winterschlaf halten. Vom Dachs und vom Fuchs ist da die Rede, aber sie dienen nur als Ersatz für den Bären.

Ist es zu Lichtmeß schön und warm, muß der Bär noch sechs Wochen in seiner Höhle bleiben, heißt es vielerorts. Sieht der Bär am Lichtmeßtag seinen Schatten, muß er noch vierzig Tage in die Höhle, lautet die Regel in England und Frankreich.
Sechs Wochen oder vierzig Tage dauert es bis zur Frühjahrstagundnachtgleiche. Dann hat der Petz seinen Winterschlaf endgültig abgeschüttelt, und der Bann des Winters ist gebrochen.

Der Bär, der die Fruchtbarkeit bringt, und die Bienen, aus deren Waben goldgelbe Kerzen gemacht werden, sind die Lieblingstiere der weißen Brigid. Als Gegensätze gehören sie auch zusammen: der massige, geile, faule Petz und die winzigen, keuschen, fleißigen Immen.
Vor allem wegen des Honigs, den sie aus den Blüten saugen, ohne diese zu zerstören, achtete und verehrte man die Bienen. Für die alten Europäer war der Honig, der erst im 17. Jahrhundert durch den Rohrzucker ersetzt wurde, der einzige Süßstoff.
Er war so heilig, daß er als Opfergabe für die Götter und Ahnen verwendet wurde, und nur in den Weihenächten des Mittwinters durften Hoigkuchen als segensspendende Kultspeise gegessen werden. Die Indogermanen sahen im Honig ein Überbleibsel eines fernen, goldenen Zeitalters, den Tau, der vom Weltenbaum herabtropft.
Wahrlich eine königliche Speise, für den Auserwählten der Weißen Göttin, den honigschleckenden König der Tiere, ebenso geeignet wie für den König der Menschen.
Der trank mit seinen Edlen den aus Honig gebrauten Met, während Bauern, Knechte und Gesinde sich mit Gerstenbier zu begnügen hatten.“

Fastnacht und Valentinstag

fallen noch unter der Zeit der Brigid bis zur Zeit der Ostara am 21.März.
Interessant zu wissen ist, dass die Fastnacht nicht von Fasten hergeleitet wird, wie es uns die Kirche weißmachen will, da sie mit dem unkeuschem Fest nichts zu tun haben will, und es jederzeit verbot, woran sich nur niemand hielt.Das Wort kam von dem Brauch des „FASELNS“.
Es ist ein mittelhochdeutsches Wort: „vaselen“ = fruchten, gedeihen.
Und dieser Brauch des Faselns war eine – wie könnte es auch anders sein -AUSCHWEIFENDE FRUCHTBARKEITSORGIE!
Eine Berührung mit dem schöpferischen Chaos.
Es gab viel lärmendes Treiben, Umzüge, Fressen, Saufen…
Auch hier wieder der lärmende Umzug, um die Felder und Pflanzen aufzuwecken.
Und dann natürlich die Maskenumzüge, um die alten Dämonen, Krankheiten und sonstige Unholde zu vertreiben.
Vieles davon hat sich bis heute gehalten.Übrigens soll an diesem Datum früher ein Pfahl „Coloman“ gesetzt worden sein als Sonnenuhr, um die Zeit messen zu können, dadurch bekommt das Wort Lichtmess für mich eine ganz andere Bedeutung.
Bei beiden, Kelten und Germanen, wurde der Pfahl am 13.Oktober, am Koloman-Tag, der 40 Wochen nach Heilig-Drei-König ist, wieder entfernt.
Die Setzung an Lichtmeß ist der Beginn des Bauernjahres, das sogenannte Bauern-Neujahr.
Und die Entfernung am 13.10. ist das Ende des Bauernjahres. Die Arbeit ist getan, das Licht verschwindet und ist erst wieder an Lichtmeß meßbar.
Im Volksbrauchtum erscheint am 13.10. im „Mandelkalender“ der heilige Coloman unter dem Galgen.
In England ist da sein Leichnam dargestellt.
Der Jahresgott wird gehängt!

 Achtet heut Nacht auf eure Träume und haltet sie im Mondbuch fest.

Ich wünsche uns allen ein wundervolles Ritual heute Abend. Genießt die Kraft,, und den Schutz der vor Lebensfreude übersprudelnden Jungfrau.
Vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten Ritual?
Ich freu mich, bis dann
Eure Franziska

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