Angekommen

Sie öffnete sich nach einer gefühlten Ewigkeit wieder.

Zuerst fuhren ihre Gefühle Achterbahn,
immerhin ist sie in den letzten Jahren aufs übelste behandelt worden….
Natürlich waren es die anderen Menschen, die sie schlecht behandelten…
– Immer wieder traten Vermieter in ihr Leben, die sich nicht um das Haus kümmerten und so lebte sie, auch wenn sie die Häuser 3 Mal wechselte immer wieder im Schimmel und jedes Mal wurde festgestellt, dass es an der Bausubstanz liegt, aber nicht gehandelt, sondern im Gegenteil, Psychoterror angezettelt –
Aber auch wenn es die anderen Menschen waren, die sie schlecht behandelten und ausnutzten, so war es doch sie, die sich immer wieder in diese Situation begab, die diese Menschen anzog und so gab sie sich die größte Mitschuld an ihrer Lage.
Gedanken, oder sogar Aussprüche von anderen , wie“ Könnte sie sich eine höhere Miete leisten, dann wäre sie evtl. nicht auf solche Menschen reingefallen…“,
…doch der Wohnungsmarkt gab eben in der Umgebung nichts her.
Und andere Menschen, die eine wesentlich höhere Miete zahlten, erzählten ihr von ähnlichen Problemen.
Und trotzdem kämpfte sie mit dieser Scham, die sie fast erdrückt.
Das Gefühl der Wertlosigkeit, das sie aus Kindertagen kannte kroch in ihr hoch.

Sie suchte und suchte und suchte nach einem Ausweg…

Sie arbeitete an ihrer Ahnenreihe und deckte sehr viel auf.
Da waren Ahnen, die ihre Kinder beim Umbau verloren hatten. Auf einen Sohn stürzte ein Querbalken, ein anderes Kind ertrank im Fluss neben dem Haus, als die Eltern zu sehr damit beschäftigt waren, ihr Haus zu renovieren.
Und die Ahnen wollten nicht, dass umgebaut wurde, oder dass sogar ein eigenes Haus gekauft würde, – nur um sie vor eben solchen Erlebnissen zu schützen.
Auf der anderen Seite gab es Ahnen, deren Mütter im Krieg schreckliche Dinge mit ihren Kindern machen mussten, um selbst mit den meisten anderen Kindern zu überleben.
Ein Gefühl des Hasses kam ihr entgegen, der sie sprachlos machte und sie innerlich so erzittern ließ.
Sie verstand die Wut, das Entsetzen und die Qualen dieser Seelen und nahm sie in den Arm. Licht durchflutete sie, sowie ihre Ahnenreihe.
Sie war dankbar dafür, dass ihr all dies gezeigt wurde.
Sie war dankbar dafür, dass sie einen weiteren Knoten auflösen durfte, so wie es auch schon ihre Großmutter und Urgroßmutter vor ihr einiges aufgelöst hatten.

Bald zeigte sich ihr ein eigenes Haus
in einem zauberhaften Ort,
das groß genug war, für die ganze Familie.

Die Landschaft um sie herum verzauberte sie.
Die Menschen begrüßten sie alle sehr herzlich.
Ältere Frauen setzten sich zu ihr auf die Mauer, als ihr kleinstes Kind auf der Straße mit Kreide spielte und sprachen mit ihr, als wäre sie schon immer ein Teil der Dorfgemeinschaft gewesen…
Angekommen.
 Hier sollte ein Bild zu sehen sein mit einer wunderschönen Aussicht in Hohenöllen
Ja und nachdem sie sich nun endlich nach der ersten Zeit der Renovierung auch wieder in der Öffentlichkeit geöffnet hatte, fand sie den erwähnten Feenkreis in der Natur, und bekam am nächsten Tag sogar diese erhebende Nachricht, die erwähnt wurde….
Eine Nachricht von einem ganz besonderen Menschen.
… auch das erzähle ich euch gerne …
…morgen

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