In meinen Armen…

Da lag sie nun in meinen Armen und weinte, und weinte, und weinte
– ein ganzes Wochenende lang.

Als sie sich verabschiedete, sagte sie, dass es eines ihrer besten Wochenenden EVER gewesen sei und bedankte sich immer und immer wieder….

Vor Jahren buchte eine sehr lebensfrohe , immerzu lachende, Instrumente spielende, singende und über beide Ohren und darüber hinaus strahlende Frau, die so viel zu geben hatte, ein Einzel-Heilerseminar für ein ganzes Wochenende bei mir.

Der Grund ihrer Anmeldung war, „einfach etwas bei dir lernen und das Wochenende auf mich zu kommen lassen“.

Sie sei ausserdem absolut offen und froh bei mir zu sein.

Wir sangen, lachten, sie erzählte von ihrer Reise durch Deutschland.

Ihre Augen leuchteten… und sie strahlte.

Irgendwann meinten wir dann, sie könne ja eine Auramassage genießen, um mal zu schauen, was sich bei ihr tut und bei ihr dran ist.

Sie lag also auf meiner Liege, und bekam gerade diese kraftvolle Energiemassage, um Blockaden zu lösen,die in ihrem Energiekörper vorhanden waren.

… und ich spürte diesen Panzer, und konnte es nicht glauben…

Dieses quietschfidele Strahlemädel machte komplett, -also wirklich komplett- dicht.

Nichts ging.

Ich versuchte etwas zu lösen, legte verschiedenste Steine auf ihren Rücken, unter die Liege und benutze einige Klanginstrumente, doch ich kam nicht an sie ran, sie entspannte nicht.

Es dauerte einige Minuten, bis ich sie fragte , was sie spüren würde. Sie bestätigte mir,
„Nichts…“

Ich spürte also noch einmal tiefer in sie rein und…
Plötzlich fragte ich sie, wann sie das letzte Mal geweint habe.

Sie überlegte und überlegte , und überlegte … und kam zu dem Ergebnis, sie könne sich nicht daran erinnern.

Vor einem Jahr? …Vor 2 Jahren?
Eine gefühlte Ewigkeit in der sie die Maske getragen hat, immer fröhlich zu sein.

Und gerade, als sie es aussprach überkam es sie auch schon.

Die Schleusen öffneten sich, und sie ließ alles zu.

Ich hielt sie über viele Stunden lang im Arm…

über 3 ganze Tage lang.

Ich wiegte sie hin und her, wie eine Mutter ihr Kind.

Zwischendurch trank sie viel und aß sie natürlich auch etwas, damit sie mir nicht dehydrierte und nachts legte sie sich schlafen, aber am jeweils nächsten Tag weinte sie sobald sie meinen Meditationsraum betrat.

Wir öffneten an diesem Wochenende etliche Taschentuchpäckchen und mussten irgendwann auf Küchenrolle ausweichen.

Wir sprachen nicht darüber.
Das war nicht notwendig.

Gehalten werden,
Gesehen werden,

in diesem verletzlichen Zustand, das war es, was sie brauchte.

Ohne Wertung,
einfach nur SEIN
in diesem Gefühl.

Mal weinte sie leise,
mal schluchzte sie,
mal wimmerte sie,
mal weinte sie laut und klagend…
Wellen der Emotionen trugen sie durch das Wochenende, bis irgendwann am dritten Tag keine Tränen mehr kamen und sie mir sagte, dass sie sich seit langem frei fühle. Und so sah sie auch aus.
Erschöpft, aber befreit.

Nie hätt ich mit einem solchen emotionalen Wochenendsseminar gerechnet…

Zwar hatte ich zuvor schon verschiedene Kurse, darunter auch Seminare der Stille gegeben, – doch dieses Wochenende war absolut einzigartig und überwältigend.

Nie hätt ich damit gerechnet, dass jemand dafür Geld bezahlen würde…

… um mal richtig in meinen Armen
weinen zu können.

Ab diesem Wochenendseminar war mir klar, dass meine Seminare dich da abholen, wo du bist.

Ich bin offen für das, was sich bei dir bewegt.

Ich bin für dich da 💜 und in meinen Armen darfst du SEIN

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