Lebensrute binden, ein sehr alter , kraftvoller Brauch

Was haben Barbarazweige, Nikolausrute, Lebensrute gemeinsam & was hat all das mit Frau Holle, der weisen Frau zu tun?

Am 4. Dezember wurde in alte Tradition ein Zweig eines blühenden Strauches, oder Baumes ins Haus geholt.
Je nach Gegend wurden demnach Kirsch-, Apfel-, Birken-, Haselnuss-, Rosskastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn- oder Forsythienzweige verwendet. Sie wurden in Vasen gestellt und in der Wärme, waren die Zweige dann kurz vor Weihnachten so weit, dass sie blühten.
Die Christen schreiben sich heutzutage natürlich auch diese Tradition zu, und sagen, dass es Brauch war, der heiligen Barbara zu huldigen und im Volke wurde dann seiner Angebeteten solch ein Strauch gechenkt, als Zeichen der Liebe, oder des Verlangens. Bald gab es einen Wettbewerb zwischen den jungen Menschen, oder auch ein Spiel, dass die Holde denjenigen nehmen solle, dessen Zweig als erstes blühe, wenn sie denn mehrere Verehrer hatte.

Wie man heute Christbäume aufstellt, war es früher bis ins 18 Jahrhundert Brauch, sich einen Barbarabaum ins Haus zu holen.

Oder wie die Jugend ein Spiel daraus zu machen und es mächtig damit zu übertreiben, Zweige von den Bäumen zu schneiden- ähnlich wie der Maibaum, den ja auch die Mädchen geschenkt bekamen, -aber auch das ist eine andere Geschichte.

Im 18 Jahrhundert haben die Menschen um ihren Wohstand zu zeigen und diese Spiele zu treiben, ganze Hausecken damit geschmückt,- und so waren die Obstbestände bedroht, so dass in vielen Gebieten das Aufstellen der Bäume aus gutem Grund verboten wurde.
Der Ursprüngliche einst so achtsame Brauch war schon längst verschwunden, denn ursprünglich kam auch dieser Brauch, sich blühende Zweige um diese Zeit ins Haus zu holen und sie mit Nüssen, und roten Bändern zu schmücken aus unserer heidnischen Kultur, die sich unser Volk nicht nehmen lassen hat, -jedoch im Laufe der Zeit umbenannt wurde und als Zeichen des Wohlstandes zerstört wurde.

Sicherlich kennt ihr auch die Rute vom Knecht Ruprecht.

Den Kindern wurde damit Angst gemacht, der Nikolaus komme und mit ihm der Knecht Ruprecht mit seiner Rute, der Kohlen verschenke an die bösen Kinder und mit seiner Rute zuschlüge wenn das Kind sich nicht das Jahr über artig benehme…

Ja, ihr ahnt es schon, auch die Rute des Knechtes war ursprünglich ein ganz anderes Symbol, ein heidnisches und somit schlechtes, das aus den Köpfen der Menschen und aus dem Brauchtum verbannt werden mußte. So wurde die Lebensrute zum Barbarabaum umbenannt -nach dem Tag der heiligen Baraba und später raus dann, um den Menschen sogar Angst damit einzujagen und den Brauch, sowie die Beschneidung der Obstbäume zu verhindern, als Prügelinstrument defamiert.

Ursprünglich war es natürlich einst die gute Frau Holle, oder die Frau Percht, die durch das Land zog zu dieser Zeit, denn sie ist ja bereits seit Samhain unterwegs, aus der Unterwelt.

Die Kirche hat daraus natürlich einen heiligen Mann gemacht, der gütig seine Gaben teilte. An eine Frau Holle glauben viele nur noch aus dem gleichnamigen Märchen. Dass sie einst die Schützerin der Lebenden und der Toten war, die uns hinübergeleitete und in der Zeit nach Samhain ,- der dunklen Zeit-, über den Frauen wachte, damit sie nicht in der Dämmerung Gewalttaten zum Opfer fielen, das weiß eh niemand mehr.
Früher wurde den Männern gedroht, wenn sie sich an den Frauen im Schutz der dunklen Zeit vergingen, würde die alte Percht sie holen und in die Unterwelt ziehen.
Nungut. Nun aber endlich zur ursprünglichen wirklichen und wahrhaftigen Bedeutung.

Frau Holle, oder die alte Percht kam als die “alte Weise“ zu der wir alle in uns gelangen möchten, um unser volles Potential zu leben durch den Holler zu uns hinauf, um uns altes Wissen und Weisheit zu bringen. Sie verbinden wir wirklich mit dieser Rute. Denn sie ist ein weibliches, Kraft spendendes Symbol, das uns Fruchtbar macht und dessen Kräfte und Duft uns durch die dunklen Tage geleitet.

Der Ursprung der Krampusrute geht nämlich auf die heilige Lebensrute zurück, mit der man Mensch und Tier früher in Ritualen zum Julfest abgestreift hatte, um sie zu Segnen und ihnen das Leben bzw, die Lebendigkeit zu übertragen, welche in den Zweigen steckte. Es war eine wundervolle Geste und eine heilige Handlung, wenn Menschen mit der Lebensrute abgestreift wurden und es hatte absolut gar nichts mit Auspeitschen oder Bestrafen zu tun.Im Gegenteil, da das Julfest bekanntlich das erste Fruchtbarkeitsfest im Jahr war, lies man de Zweige erblühen, sprich die Energie darin ausfteigen, um sie dann auf Mensch und Tier zu übertragen. Früher galt also die Berührung bzw, das Abstreifen mit den heiligen Hölzern als segen-, lebens- und fruchtbarkeitsspendend. Ein wirklich schöner Brauch in dieser dunklen, tristen farblosen Zeit.

In den nordischen Kulturen hat man sie auch in der Sauna tatsächlich benutzt um sich gegenseitig damit auf den Rücken zu schlagen, aber nicht zur Bestrafung, sondern um die Durchblutung zu fördern und den Körper zu entgiften. Die ätherischen Öle von Kiefer Fichte und Co nutzen wir ja auch noch heute in Franzbrandwein und Co.

Hast du Lust, diesen alten Brauch aufleben zu lassen?

Wenn du gern weitere Übungen in der „Adwendszeit“ machen möchtest, die dich mit dir selbst verbinden und dein Bewusstsein schärfen. Wenn Du gern mehr über das alte kraftvolle Wissen erlernen magst, dann nimm an meinen Online-Kurs zu den Rauhnächten teil.

Wenn du magst, dann binde ab dem 4./5./6. Dezember die Krampus- und Nikolaustage eine Lebens-Rute aus 7 oder 9 Hölzern. Dabei mische grüne Zweige mit denen die aufblühen . Die Rute kann auch noch mit guten Wünschen in Form von bunten Bändern, Keksen oder kleinen Äpfeln verziert werden.Räucher sie ab und weihe sie somit als Lebensrute . Segne dich in den kommenden Tagen immer wieder mit ihnen, indem du dich mit ihnen und ihrer aufsteigenden und erblühenden Kraft berührst. und an ihnen schnupperst.

Mache Herzchakraübungen und befreihe dich mit ihrer Hilfe von negativen Einflüssen. Sie wird dich begleiten und mit ihr wird Frau Holle zu dir kommen, die alte Weise, die uns durch die dunklen Tage begleitet und uns so manches Geheimnis über das Leben verrät. Und vielleicht willst auch du die alten , Angst machenden Geschichten, Glaubenssätze und Lügen wegkehren und die Wahrheit ins Bewusstsein der Menschen bringen…
Bewusstsein, wir üben uns darin jeden Tag.
Ich freu mich darauf, mit dir gemeinsam  bewusst zu sein.

Viel Freude
Wir sehen uns auf dem Hollerweg, bis gleich.

Wenn du gern Übungen und Energiearbeit machen möchtest. Wenn du selbst lernen möchtest, Energiearbeit weiterzugeben und dich selbst zu heilen, dann schaue dich auf meiner Seite um und nimm Kontakt zu mir auf.
Gemeinsam begeben wir uns auf die Reise zum heilenden inneren Selbst.

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